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Vogelhaltung – die wichtigsten Eckpunkte

05.01.2026

Zum Tag des Vogels am 5. Jänner möchten wir nicht nur über die Wildvögel vor unseren Fenstern sprechen, sondern auch über jene, die unser Zuhause mit Leben und Farbe füllen. Ob Kanarienvogel, Zebrafink oder Wellensittich – die Haltung kleiner Heimvögel wird oft unterschätzt.



Damit aus dem „Haustier“ ein glücklicher Mitbewohner wird, sind einige Grundbedürfnisse unverhandelbar:

Das Ende der Einsamkeit: Schwarmtiere brauchen Freunde
Die wichtigste Regel vorab: Kein Vogel ist gerne allein. Sittiche, Finken und Kanarien sind hochsoziale Wesen. Ein Spiegel oder eine Plastikfigur kann niemals den Kontakt zu einem Artgenossen ersetzen, auch wir Menschen sind kein Ersatz für ein Partnertier. Ohne Partner verkümmern diese intelligenten Tiere seelisch, was sich oft in Verhaltensstörungen oder Federrupfen äußert, weshalb die Einzelhaltung auch gesetzlich untersagt ist.
Ein „Schwarm“ beginnt ab zwei Tieren – mehr sind meistens noch besser!

Freiheit statt Gitterstäbe: Platz zum Fliegen
Vögel sind für die Luft geboren, in freier Natur legen Wellensittiche und Co oft mehrere Kilometer zurück. Selbst die größte Voliere kann den täglichen Freiflug in einem vogelsicheren Zimmer nicht ersetzen. Nur durchs Fliegen bleiben Herz und Flügelmuskeln gesund.
Achte bitte darauf, dass Fenster geschlossen und die Glasscheiben gut sichtbar sind, keine giftigen Zimmerpflanzen im Raum stehen und keine offenen Stromkabeln zugänglich sind.

Einrichtung: Natur pur statt ungeeignetem Plastikzubehör
Weg mit den bunten Plastikstangen und Spiegeln aus dem Zoogeschäft!
Ein artgerechter Käfig setzt ausschließlich auf Naturmaterialien:

Naturäste: Verschieden dicke Zweige (z.B. von ungespritzten Obstbäumen, Weide oder Haselnuss) trainieren die Fußmuskulatur und dienen der Schnabelpflege.

Kein Plastikspielzeug: Plastik kann beim Beknabbern splittern und verschluckt werden. Zudem bieten Spiegel ein falsches Bild eines Partners, was zu Verhaltensstörungen und Kropfentzündungen führen kann.

Beschäftigung geht durch den Magen
In der Natur verbringen Vögel den Großteil ihres Tages mit der Nahrungssuche. In Gefangenschaft wird ihnen das Futter oft „serviert“. Um Langeweile vorzubeugen, ist Futterbeschäftigung ideal:


Die Königsdisziplin – Papageienhaltung
Wer überlegt, Papageien und Großsittiche (wie Aras oder Graupapageien) aufzunehmen, sollte sich der enormen Verantwortung bewusst sein. Hier sind einige Hardfacts:
Unser Fazit: Vögel sind faszinierende Begleiter, aber sie stellen hohe Ansprüche an ihre Umgebung. Informiere dich bitte umfassend, bevor du dich für gefiederte Mitbewohner entscheidest.