05.01.2026
Sie sind die Sänger unserer Gärten, die Akrobaten der Lüfte und ein unverzichtbarer Teil unseres Ökosystems. Doch Wildvögel haben es heutzutage schwerer denn je.
Zum Tag des Vogels am 5. Jänner möchten wir als Tierschutzverein den Blick auf jene Lebewesen lenken, die oft unbemerkt vor unserer Haustür ums Überleben kämpfen.
Die Hilfe von Tierfreund:innen ist wichtig, denn:
Die Vogel-Populationen weltweit gehen zurück. Die Gründe dafür sind fast immer Menschengemacht: Insektensterben aufgrund von Pestizid-Einsatz, Verlust von Lebensraum und Umweltverschmutzung sind die größten Themen. Besonders die kalten Wintermonate und der Verlust an natürlichem Lebensraum setzen Meisen Rotkehlchen und Co massiv zu.
Damit wir helfen können, müssen wir verstehen, wodurch Wildvögel bedroht werden:
- Glasflächen: Fensterscheiben sind für Vögel unsichtbar und werden oft zur tödlichen Falle.
- Nahrungsmangel: Durch „aufgeräumte“ Gärten ohne Laub und verblühte Stauden finden Vögel kaum noch natürliche Sämereien oder Insekten.
- Fehlende Nistplätze: Moderne Architektur und sanierte Fassaden bieten kaum noch Nischen für Gebäudebrüter wie Schwalben oder Mauersegler.
- Hauskatzen: In Siedlungsgebieten stellen freilaufende Katzen einen erheblichen Jagddruck auf Jungvögel und geschwächte Alttiere dar.
So können wir helfen:Richtig füttern (Winter & Ganzjahr)Fütterung ist nicht gleich Fütterung. Achte auf hohe Qualität:
- Körnerfresser (Spatzen, Finken): Sonnenblumenkerne, Hanfsaat und Getreidemischungen.
- Weichfutterfresser (Rotkehlchen, Amseln): Haferflocken, Rosinen, Obst und Fettfutter.
Bitte keine Meisenknödel in Netzen anbieten, die Krallen der Vögel können sich in den feinen Netzen verfangen und zu schweren Verletzungen führen.
Bitte auch kein Brot oder salzige Produkte anbieten, diese sind nicht geeignet!
Wasser anbietenAuch im Winter brauchen Vögel Wasser zum Trinken und zur Gefiederpflege. Eine flache Schale mit frischem Wasser, die regelmäßig gereinigt wird, reicht völlig aus. Bei Frost sollte das Eis täglich entfernt werden.
Den Garten „wild“ lassenLass im Herbst verblühte Blumen stehen und das Laub in manchen Ecken liegen. Dort überwintern Insekten, die wiederum als wichtige Proteinquelle für Vögel dienen. Heimische Sträucher wie Weißdorn oder Vogelbeere bieten natürlichen Schutz und Nahrung. Bitte auch auf Insektenvernichtungsmittel verzichten, die Insekten die sich von Schädlingen ernähren, sind wichtige Nahrungsquellen für unsere heimischen Vögel.
Unser Appell: Jeder Beitrag zählt!Der Schutz unserer Wildvögel beginnt im Kleinen. Ob eine Futtersäule am Balkon oder ein nistfreundlicher Garten – deine Hilfe kann den Unterschied machen.
Hast du einen verletzten oder sichtlich geschwächten Vogel gefunden? Bitte eine spezialisierte Wildvogelstation in deiner Nähe. Nur Experten können entscheiden, ob und welche medizinische Hilfe notwendig ist.
Gemeinsam sorgen wir dafür, dass es auch in Zukunft in unseren Gärten zwitschert!