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Kinderstube Tierheim: Die jährliche Babykatzenflut

28.05.2026

Jedes Jahr wiederholt sich bei uns im Tierheim dieselbe Situation:
Überall tauchen Katzen auf. Da gibt es die alten und kranken, die jungen, freundlichen und unkastrierten, die schwer verletzten und die Babykatzen.

Winzige Kitten, oft erst wenige Tage oder Wochen alt, werden gefunden – krank, geschwächt, teilweise ohne Mutter, mitten auf Bauernhöfen, Parkplätzen und Industriegeländen geboren. Für viele beginnt das Leben mit Hunger, Parasiten, Infektionen und ohne Schutz vor Wind und Wetter.

Für Tierheime bedeutet die sogenannte „Babykatzenflut“ jedes Jahr eine enorme Herausforderung.



Rund-um-die-Uhr Betreuung für die Kleinsten
Vor allem mutterlose Katzenbabys benötigen intensive Pflege:

Dazu kommen Tierarztkosten, Spezialfutter, Medikamente und die Unterbringung der Mutterkatzen mit ihren Jungen.

Viele Menschen unterschätzen, wie schnell sich Katzen vermehren können. Bereits im Alter von wenigen Monaten können Katzen selbst Nachwuchs bekommen – und so wächst die Zahl der Streunerkatzen jedes Jahr weiter an.

Kastration rettet Leben
Genau deshalb gibt es in Österreich eine wichtige gesetzliche Regelung:

Freigängerkatzen müssen kastriert werden!

Die österreichische Kastrationspflicht soll verhindern, dass sich unkontrolliert immer mehr Katzen vermehren und dadurch Tierleid entsteht. Denn jede unkastrierte Katze kann zahlreiche Nachkommen bekommen. Nachkommen, für die es oft keine Plätze und keine Versorgung gibt.

Trotz der gesetzlichen Pflicht werden jedes Jahr unzählige unkastrierte Katzen und Kitten gefunden. Unkastrierte Freigängerkatzen vermehren sich, die Nachkommen bilden Streunerpopulationen die sich ungehindert vermehren.

Herausforderung im Tierheimalltag
So niedlich Katzenbabys auch sind: Junge Kitten gehören zu den empfindlichsten Tieren im Tierheimalltag. Gerade in den ersten Lebenswochen entscheidet oft schnelle Hilfe über Leben und Tod.
Durch ein schlechtes Immunsystem sind sie oft anfällig für diverse Krankheiten und Hautpilze, deshalb muss im Tierheim strengste Hygiene eingehalten werden, neben Handschuhen sind oft auch Schutzanzüge notwendig, ebenso große Mengen an Desinfektionsmittel und Schuhüberzieher. Dies stellt uns nicht nur zeitlich, sondern auch finanziell vor große Herausforderungen.

Der Frühling zeigt jedes Jahr aufs Neue, wie wichtig verantwortungsvoller Umgang mit Haustieren ist.

Wer seine Katze kastrieren lässt, verhindert Leid, entlastet Tierheime und schützt unzählige Tiere vor einem Leben auf der Straße.

Und wer einem Kitten ein Zuhause schenken möchte, sollte sich bewusst sein:
Aus einem winzigen Fellknäuel wird ein Tier, das viele Jahre Liebe, Zeit und Verantwortung braucht.
All unsere Vergabekatzen sind tagesaktuell in unserer Tierecke zu finden und hoffen auf eine glückliche Zukunft.