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Rücksicht auf den Nachwuchs: Alles, was du über die Brut- und Setzzeit wissen musst

25.02.2026

Während wir die ersten warmen Sonnenstrahlen genießen, herrscht in unseren Wäldern, Feldern und Wiesen Hochbetrieb. Es ist Brut- und Setzzeit. Aber was bedeutet das eigentlich konkret für uns Menschen und unsere vierbeinigen Begleiter?

Was ist die Brut- und Setzzeit?

In diesem Zeitraum ziehen Wildtiere ihren Nachwuchs auf.

Da der Nachwuchs in den ersten Wochen oft hilflos im hohen Gras oder im Gebüsch versteckt liegt, sind die Tiere in dieser Phase besonders störungsanfällig.

Von wann bis wann gilt sie?

In Niederösterreich gilt die Brut- & Setzzeit vom 1. März bis zum 15. Juli.

Allerdings gibt es je nach Wetterbedingungen Abweichungen. Nach besonders warmen Wintern wurde bereits Anfang Februar der erste Wildtiernachwuchs gemeldet.



Worauf müssen Haustierhalter achten?

Für Hundehalter bedeutet diese Zeit vor allem eines: erhöhte Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme. Was kann man tun, um den Wildtieren die Aufzucht ihrer Jungen so einfach wie möglich zu machen?

Leinenpflicht

Während der Brut- und Setzzeit gilt eine strikte Leinenpflicht.

Selbst wenn dein Hund nicht „jagt“, reicht oft schon das Stöbern im Gebüsch aus, um ein Elterntier zu vertreiben. Im schlimmsten Fall kehrt es nicht mehr zu seinem Nachwuchs zurück.

Eine Schleppleine ist ein toller Kompromiss. Dein Hund hat Bewegungsfreiheit, bleibt aber unter deiner Kontrolle.

Auf den Wegen bleiben

Das gilt für Hund und Mensch gleichermaßen. Routen querfeldein sollten in dieser Zeit tabu sein. Außerdem sollte vermieden werden, dass Hunde in Gebüschen oder im hohen Gras stöbern. Die Jungtiere der Wald- und Wiesenbewohner liegen oft nur wenige Meter abseits der befestigten Wege.

Bitte nicht anfassen!

Solltest du beim Spaziergang ein Kitz oder einen jungen Hasen allein im Gras finden: Bitte auf keinen Fall anfassen oder mitnehmen! Das Muttertier ist meistens in der Nähe, und es ist durchaus üblich, dass Jungtiere einige Stunden am Tag allein gelassen werden.

Besondere Vorsicht bei Dämmerung

Viele Wildtiere sind in den Morgen- und Abendstunden besonders aktiv. Wenn du kannst, verlege die großen Runden auf den hellen Tag, um die Wahrscheinlichkeit für Wildbegegnungen zu senken.

Die Brut- und Setzzeit ist kein „Hundeverbot“, sondern eine Einladung zur Rücksichtnahme. Wenn wir uns an die Regeln halten, sorgen wir dafür, dass Rehe, Hasen und Bodenbrüter ihren Nachwuchs sicher großziehen können – und wir können uns im nächsten Jahr an noch mehr Natur erfreuen.