26.02.2026
Am 2. März ist „Adoptiere-eine-Katze" Tag.
Die Adoption eines Tieres erfordert viel Verantwortungsbewusstsein und Überlegungen im Vorfeld. Worüber man sich vorab Gedanken machen sollte, ist im Artikel zum Liebe-dein-Haustier-Tag zusammengefasst.
Wenn die Entscheidung für einen oder zwei Stubentiger gefallen ist, gibt es einiges zu beachten:
1. Die Grundausstattung: Das „Starter-Kit“
Bevor die Samtpfote ihre Pfote über die Türschwelle setzt, sollten die Basics bereitstehen:
- Der Rückzugsort: Katzen lieben Höhlen und erhöhte Plätze. Ein gemütliches Körbchen oder ein Karton an einem ruhigen Ort ist Pflicht. Gerne mehrere Rückzugsorte anbieten.
- Die Katzentoilette: Die Faustregel lautet: Anzahl der Katzen + 1. Bei einer Katze sollten es also idealerweise zwei Klos an verschiedenen Standorten sein. Katzentoiletten sollten offen, ohne Deckel und möglichst groß sein.
- Futter- und Wasserplatz: Bitte stelle Napf und Wasser nicht direkt nebeneinander. In der Natur trinken Katzen selten dort, wo sie fressen. Bei trinkfaulen Katzen kann ein Wasserbrunnen helfen.
- Kratzmöglichkeiten: Ein stabiler Kratzbaum oder Kratzbretter schützen Möbel und dienen der Krallenpflege sowie dem Reviermarkieren.
2. Sicherheit geht vor- Gekippte Fenster: Diese können zur tödlichen Falle werden (Kippfenster-Syndrom). Schutzgitter sind hier lebenswichtig.
- Balkonsicherung: Ein Katzennetz sorgt dafür, dass die Jagd nach einer Fliege nicht im freien Fall endet. Die Sicherung von Balkonen und Terrassen ist auch gesetzlich vorgeschrieben.
- Giftpflanzen: Wenn Zimmerpflanzen vorhanden sind, bitte unbedingt überprüfen! Etliche beliebte Zimmerpflanzen wie Lilien, Efeu oder Einblatt sind für Katzen hochgiftig.
- Freigang: In der Nähe von stärker befahrenen Straßen und dicht bebauten Gebieten sollte die Katze auf keinen Fall in den Freigang gelassen werden. Es gibt mittlerweile tolle Möglichkeiten, den eigenen Garten katzensicher einzuzäunen, oder Trainingsanleitungen, wie man Katzen an die Leine gewöhnen kann. Die Anzahl der Autounfälle mit Katzen steigt jedes Jahr. Überlebt die Katze das Abenteuer, können sehr hohe Tierarztkosten die Folge sein.
3. Beschäftigung und KöpfchenarbeitKatzen sind sehr aktive und intelligente Tiere. Auch wenn sie den ganzen Tag verschlafen können, brauchen sie Beschäftigung. Katzen sind keine Haustiere, die „einfach so nebenher“ leben. Die Konsequenz von Unterbeschäftigung sind Verhaltensprobleme wie Zerstörungswut und Unsauberkeit.
- Spielzeit: Täglich mindestens zwei feste Spielrunden einplanen: Spielangeln, Bällchen, Laserpointer – unbedingt mit Erfolgserlebnis für die Katze am Ende!
- Intelligenzspielzeug: Fummelbretter fordern das Gehirn und lasten die Katze mental aus.
- Clickertraining: Entgegen der landläufigen Meinung sind Katzen weder stur noch uninteressiert an Tricktraining. Auch Katzen macht Clickertraining sehr viel Spaß und es kann in alltäglichen Situationen helfen, zum Beispiel beim Boxen- oder Tierarzttraining.
4. Zeit und GeduldBesonders Katzen aus dem Tierheim bringen oft eine Geschichte mit.
- Ankommen lassen: Manche Katzen spazieren sofort selbstbewusst durch die Wohnung, andere verstecken sich tagelang unter dem Sofa. Beides ist völlig in Ordnung und normal. Bitte die Katzen nicht belagern oder zu Kontakt zwingen. Bieten Sie gerne besondere Leckereien an oder versuchen Sie, die schüchterne Katze mit einer Spielangel aus der Reserve zu locken.
- Routinen: Katzen lieben Vorhersehbarkeit. Feste Zeiten für Spieleinheiten und Fütterung geben unsicheren Katzen Sicherheit.
Eine Katze braucht kein goldenes Körbchen, sondern einen Menschen, der ihre Sprache versteht und ihre Bedürfnisse respektiert.
Bei uns im Tierheim warten laufend ganz
wunderbare Katzen auf ihre Menschen.
Eine Babykatze soll es sein? Ab Mai werden wir erfahrungsgemäß laufend Babykatzen zur Vergabe haben! Gerne melden!